Was ein ERP für Biogasanlagen können muss

ERP für Biogas­anlagen:
von der Waage bis zur Rechnung.

Ein ERP hält die kaufmännische Seite eines Betriebs zusammen: Material, Partner, Verträge, Abrechnung. In einer Biogasanlage kommt dazu, was kein Standardsystem kennt – Silobestände, Trockensubstanz, Spurenelemente, Gaszusammensetzung. Terra Flow Systems ist für genau diesen Zuschnitt gebaut.

„ERP" klingt nach Konzern, beschreibt aber ein einfaches Prinzip: Alle Vorgänge eines Betriebs liegen in einem Datenmodell, statt in mehreren Programmen, die einander nicht kennen. Der Nutzen entsteht nicht im einzelnen Programm, sondern dort, wo zwei Dinge zusammentreffen – die Wiegung mit dem Vertrag, der Silobestand mit der Einfütterung, der Gaswert mit dem Rohstoff, aus dem er entstand.

In der Biogaswirtschaft passiert dieses Zusammentreffen heute meist im Kopf des Betriebsleiters. Die Waage schreibt Zettel, das Lager steht in Excel, die Verträge liegen im Ordner, die Gasanalyse zeigt ihre Werte am eigenen Bildschirm. Jede Auswertung, die über eine dieser Quellen hinausgeht, ist Handarbeit – und deshalb selten.

Sechs Aufgabenbereiche entscheiden, ob ein System für eine Biogasanlage taugt. Was darunter zu TFS steht, ist keine Ankündigung, sondern das, was in den Paketen enthalten ist.

01

Rohstoffe annehmen und verwiegen

Jede Lieferung braucht Gewicht, Tara, Netto, Lieferant, Vertrag und Rohstoffart – erfasst in dem Moment, in dem das Fahrzeug auf der Waage steht, nicht abends aus einem Stapel Zettel.

In TFS

Der Performance Cube liest das Gewicht direkt aus dem Waagen-Terminal. Über ein Dutzend Protokolle gängiger Terminals sind eingebaut; Radladerwaagen von Pfreundt kommen über deren Schnittstelle herein und brauchen den Cube nicht. Das Statuslicht an der Waage schaltet der Cube selbst.

02

Lager und Chargen führen

Was liegt in welchem Silo, wie lange reicht es, woher kam es? Ohne verlässliche Bestände wird Einkauf zur Schätzung und Rückverfolgbarkeit zur Aktensuche.

In TFS

Jede Charge bekommt eine digitale Identität mit Herkunft, Trockensubstanz, Spurenelementen und Lagerort. Lagermanagement ist ab dem Paket Basic enthalten, die Spurenelementeverwaltung wächst mit dem Paket.

03

Lieferanten und Verträge verwalten

Mengen, Preise, Laufzeiten und Zusagen je Lieferant. Bei mehr als einer Handvoll Partnern ist das der Punkt, an dem eine Tabelle nicht mehr trägt.

In TFS

Digitales Vertragsmanagement ab Advanced. Im Paket Premium kommt ein Managingportal dazu, in dem Partner und Lieferanten ihre Wiegungen selbst einsehen – das nimmt die Rückfragen aus dem Büro.

04

Abrechnen

Aus Lieferungen werden Gutschriften und Rechnungen. Wer die Wiegescheine dafür abtippt, bezahlt die Digitalisierung zweimal: einmal in Zeit, einmal in Tippfehlern.

In TFS

Wiegung, Vertrag und Preis hängen im System zusammen, Rechnungen entstehen daraus automatisch. Die Düngerproduktbilanzierung läuft aus denselben Daten.

05

Prozessdaten einbinden

Gaszusammensetzung, Trockensubstanz, BHKW-Last: Zahlen, die im Leitsystem stehen und im kaufmännischen Teil fehlen. Getrennt gehalten, lassen sie sich nicht gegeneinander rechnen.

In TFS

Gasanalyse und Sensorik laufen über denselben Weg wie die Waage – Awite-Systeme sowie Steuerungen per Modbus, OPC UA oder S7. Im Paket Premium werden Gaswerte mit dem Rohstoff-Input verschnitten.

06

Nachweise und Auswertung

Zertifizierung, Betriebstagebuch, Kennzahlen für die Bank. Alles Auswertungen derselben Daten – vorausgesetzt, sie liegen an einer Stelle.

In TFS

Dashboards und KPI-Management, im Paket Premium ohne Begrenzung gestaltbar. Die Betriebsdaten liegen auf österreichischen Servern.

Wie TFS in eine bestehende Anlage kommt

Die Verbindung zur Anlage übernimmt der Performance Cube, ein kleiner Rechner, den wir fertig eingerichtet zuschicken. Aufstellen, Strom und Internet anstecken, fertig; ab dann liest er Gewichte am Terminal aus und schickt sie verschlüsselt an TFS. Spätestens einen Tag nach dem Auspacken läuft die Anlage digital. In den Paketen Advanced und Premium ist ein Cube enthalten.

Sicherheitsseitig baut der Cube die Verbindung nach außen auf. Im Netz der Anlage muss kein einziger Port offen stehen. Die Betriebsdaten liegen auf österreichischen Servern.

Welches Paket zu einer Anlage passt, hängt an Größe, Zahl der Lieferanten, Standorten und daran, ob eine Gasanalyse vorhanden ist. Der Softwareberater fragt das in neun Fragen ab und schreibt dazu, warum die Empfehlung so ausfällt.